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12. Juni 2019

Das Projekt „Draußenschule“ an der Albert-Schweitzer-Schule Bargteheide wird seit mehreren Jahren erfolgreich durchgeführt. Mit einem guten Frühstück im Rucksack machten die neun Schüler und Schülerinnen sich auf den Weg zum ca. 15 Minuten entfernten Wald.

Zur Schule

Hier ein Schreiben der Lehrerin vom 26.5.2020:

Sehr geehrtes Team der Buhck Stiftung,

ich hoffe sehr, Ihnen geht es in dieser seltsamen Zeit gut und Sie sind alle gesund. Wie ich an den Nachfragen Ihrerseits erkennen konnte, haben Sie sich auch Gedanken über die Schulsituation gemacht. Ich danke Ihnen für Ihre Unterstützung und die Hilfsangebote. Für uns als Förderschule war es wichtig, schnell wieder zu öffen, um für Kinder und Eltern eine Entlastung zu bieten.

Ich möchte Ihnen einen kleinen Einblick in unseren Schulalltag geben, wobei von „Alltag“ eigendlich nicht die Rede sein kann:

Unsere Schule hat seit zwei Wochen wieder Präsenzunterricht, aber nur in kleiner Form. Die Klassenräume lassen nur eine bestimmte Anzahl von Schülern zu. Der Tranzport durch Taxis kann auch nur die Hälfte der Schüler zur Schule bringen, weil sonst nicht genug Abstand im Taxi ist. Lehrer sind Kleingruppen zugeordnet und dürfen auch nicht mehrere Gruppen unterrichten. Schüler dürfen die Gruppen nicht tauschen. Jede Gruppe hat seine eigene Pausenzeit auf dem Schulhof. Im Gebäude riecht es nach Desinfektionsmitteln.

Alles ist anderst und dennoch sieht man glückliche Schüler*innen, die sich freuen, wieder in der Schule sein zu dürfen, und auch glückliche Lerhrer*innen die endlich ihre Schüler*innen wieder direkt unterrichten dürfen. Für Eltern, Leher*innen und Kinder bedeutet das eine große Flexibilität. Wir machen einen Plan und mit jeder neuen Richtlinie machen wir einen neuen Plan. So tasten wir uns langsam vor. Ängste und Nöte der Kinder und Eltern müssen berücksichtigt werden, um eine Sicherheit zu schaffen, die wir uns alle so sehr wünschen.

Wir sind sehr froh, nächste Woche mit der Draußenschule beginnen zu können, um wieder etwas mehr Normalität zu spühren. Es zeichtnet sich immer mehr ab, dass Draußenschule Zukunftsschule wird. Gute Luft und viel Platz braucht es in Corona-Zeiten zum Unterrichten. Die Draußenschule ist neben dem digitalen Bereich der virussicherste Lernort und vielleicht ist das die Zeit, die Draußenschule offiziel in den Lerhrplan aufzunehmen.

Im lezten Jahr bin ich immer wieder von Referendarinnen um Interviews gebeten worden, die ihre Examensarbeit über die Draußenschule geschrieben haben. So gab es auch eine Anfrage aus München, die mir mitteilte, dass unsere Schule bundesweit die einzige Förderschule sei, die eine Draußenschule hat. Ihre Arbeit befasste sich mit den Auswirkungen der Draußenschule auf Kinder mit Beeinträchtigungen und mit dem Nachteilsausgleich durch das Lernumfeld Draußenschule.

Ich darf mich ganz herzlich für die Arbeit Ihrer Stiftung bedanken und kann nur immer wieder betonen, wie wichtig der Wald für unsere Schüler ist. Ich hoffe, Sie unterstützen uns weiterhin.

Im Anhang finden Sie einen kleinen Bericht unseres lezten Waldjahres, den ich so gestaltet habe, dass er ohne Kindergesichter auskommt, und somit für die Verbreitung auf Ihrer Webseit geeignet sein dürfte.

Ich wünsche Ihnen viel Gesundheid und einen fröhlichen Sommer.

Pia Hollstein (sozialpädagogische Fachkraft der Albert-Schweitzer-Schule)

Der Bericht für 2019/2020

Hier ein Bericht der Lehrerin Frau von Pein

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