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13. Mai 2019

2010 führte die Gretel Bergmann Schule Klassen mit pädagogischen Begleithunden ein. Hunde eignen sich hervorragend, um bei den SchülerInnen Verantwortungsbewusstsein und Disziplin zu fördern. Zudem tragen sie dazu bei, Ängste abzubauen, übernehmen die Funktion eines Seelsorgers und haben sich als „lebende Lärmampeln“ verdient gemacht. Unterstützt wird die Umsetzung der Schulhund-AG durch die Buhck-Stiftung.

In einem Brief bedankt sich Schulsozialarbeiterin Susanne Seipel – Frauchen von Schulhund Paule – für die Förderung durch die Buhck-Stiftung:

„Viel haben wir in diesem Schuljahr erreicht! Die Ausbildung zum Schulhundteam haben wir mittels der Praxisseminare I und II bei Cole Canido dank Ihnen vertiefen können. Es gab viel Input für die Umsetzung in der Schule. Priorität hat immer die Sicherheit für Kind und Hund. Viel Wissen wurde vermittelt über die Körpersprache der Hunde. Aus tierschutzrechtlichen Gründen muss ich als Halterin in der Lage sein zu sehen, wann es dem Tier gut geht oder ab wann es Stress empfindet.

Des Weiteren haben wir viele praktische und schöne Übungen erlernt. Paule kann inzwischen die Arbeit der LehrerInnen erleichtern, indem er SchülerInnen, die sich melden, drannimmt. Er kann Kleingruppen durch ein Zufallsprinzip mittels Würfeln oder Buzzern zusammenstellen. Neuerdings trägt er auch seine kleine grüne Schultasche durchs Gebäude.

Im Einzelkontakt ist Paule ein guter Tröster. Die Kinder kuscheln immer gern mit ihm.

Ein weiterer wichtiger Aspekt sind die Gewöhnungsübungen für Kinder, die Angst vor Hunden haben. Der größte Teil dieser Gruppe kommt aus anderen Kulturen. Viele verstehen nicht, warum in Deutschland die Hunde so eng in den Familien leben. In ihrer Heimat werden Hunde entweder als Wachhunde gehalten, oder sie sind bekannt als Straßenhunde, die als lästig empfunden werden und gerne mit Tritten oder Steinwürfen verjagt werden.

Für unsere vier IVK-Klassen biete ich Besuche an. Im ersten Besuch komme ich ohne Hund, lediglich in Begleitung eines Stofftiers, das wie Paule aussieht. Die Annäherung an den Hund und theoretisches Wissen soll vermittelt werden.

Der schönste Tag war für Paule in diesem Schuljahr der Donnerstag, wenn die Schulhund-AG stattfand. Die Kinder haben uns super unterstützt beim Erlernen neuer Tricks. Zwei Kinder haben den Kurs aufgrund ihrer Angst vor Hunden gewählt. Diese konnten sie im Laufe des Jahres ablegen. Die Abschlussübung war eine Mutprobe. Dafür legt sich ein Kind auf den Boden. Ich verteile dann Leckerlis auf den Körper des Kindes. Anschließend darf sich Paule dann diese vom Körper holen.

Für die Gretel Bergmann Schule ist der Einsatz von einem Schulhund ein echter Gewinn. In diesem Schuljahr sind noch zwei weitere Hunde an unsere Schule gekommen. Wir erarbeiten zurzeit ein gemeinsames Konzept. Die von Ihrer Unterstützung angeschafften Materialien gehören der Sammlung Schulhunde an.“

 

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