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20 Jahre Buhck-Stiftung - Brennen für Umwelt und Integr

29. Mai 2019

Geschickt hat Gründer Carsten Buhck seine Stiftung aufgestellt. Heute sind die Schwiegertöchter Britta und Bianca der Vorstand

Bergedorfer Zeitung vom 28.5.2019

Natur und Umweltschutz sowie Integration sind die Themen, denen sich die Buhck-Stiftung nun schon seit 20 Jahren verschrieben hat. In wahrhaft weiser Voraussicht hatte sich Stiftungsgründer Carsten Buhck dieser beiden damals wie heute brandaktuellen Themen angenommen. 2009 hat die Stiftung noch zwölf Projekte gefördert, heute sind es etwa 60.

„Das reicht von kleinen, reinen Förderprojekten bis zu unseren eigenen, großen Projekten“, sagt Bianca Buhck, die mit Britta Buhck den Stiftungsvorstand bildet. Manchmal werden nur 500 Euro gestiftet, in Ausnahmen auch 10.000 Euro. Die Buhck-Stiftung betreut Projekte aus Bergedorf, Stormarn und dem Kreis Herzogtum Lauenburg. „Das ist absichtlich so gewählt“, sagt Britta Buhck. Denn ob „Draußenschule“ oder
„Job-Paten“ – alle Projekte werden von Britta und Bianca Buhck eng begleitet und häufig besucht. „Wir kennen alle genau“, sagt Britta Buhck.

Stiftungsgründer Carsten Buhck hat die Weichen gestellt

Wenn sie und ihre Schwägerin von ihnen erzählen, merkt man, dass sie für sie brennen, etwa für die „Draußenschule“, bei der eine Schulklasse regelmäßig bei jedem Wetter Unterrichtsstunden im Freien verbringen. „Das Tolle ist, dass die Schüler draußen lebens- und praxisnäher, mit allen Sinnen, also quasi nebenbei lernen. Das prägt“, sagt Bianca Buhck.

Gern würden sie ihre Förderung von Stormarner auf Bergedorfer Schulen ausweiten. Über die Förderanträge entscheidet allerdings ein unabhängiges Kuratorium, nicht der Vorstand. Er besteht aus sechs Mitgliedern aus unterschiedlichsten Bereichen.

Vor zehn Jahren habe ihr Schwiegervater Carsten Buhck die Weichen für die Zukunft seiner Stiftung gestellt. Absolut unerwartet habe er seine Schwiegertöchter angerufen und gefragt, ob sie beide sich nicht vorstellen könnten, den Vorstand zu übernehmen. „Wir waren beide platt“, berichtet Britta Buhck. „Wir hatten zwar einen betriebswirtschaftlichen Hintergrund, aber beide kleine Kinder.“

Das Hafenfest aus der Taufe gehoben
Carsten Buhck, der 2013 gestorben ist, hatte sein Unternehmen, die Buhck-Gruppe, 1999 an seine Söhne übergeben. „Damals war er sehr präsent in Bergedorf, hatte viele Pläne und wurde auf vieles angesprochen“, erzählt Britta Buhck. „Seine Frage, was mache ich im Ruhestand mit meiner Zeit, mündete direkt in der Gründung der Bergedorf-Stiftung, aus der die Buhck-Stiftung hervorging.“ Schon damals sei das Thema Integration wichtig gewesen, weil in Neuallermöhe viele Russlanddeutsche lebten. Und da ein großer Zweig des Unternehmens die Abfallentsorgung sei, lag das Thema Umweltschutz nahe. Carsten Buhck habe aber auch kulturelle Projekte angeschoben, etwa mit dem damaligen Bezirksamtschef Dr. Christoph Krupp das Hafenfest am Serrahn
aus der Taufe gehoben.

Stiftung lebt von Gewinnen der Buhck-Gruppe
Nicht nur beim Stiftungszweck, bei der Struktur und bei der liebevollen Einarbeitung seiner Schwiegertöchter war Carsten Buhck vorausschauend, sondern auch bei der Finanzierung. Denn die Buhck-Stiftung lebt nicht von den Zinsen ihres Kapitals, sondern von Spenden aus dem Gewinn der Buhck-Gruppe und von privaten Spenden. Über die Höhe des Anteils, der auf mündlicher Vereinbarung basiert, schweigt die Stiftung allerdings diskret. Doch während die Höhe des Anteils in der Familie bleibt, kommt das Geld der Gesellschaft zugute.

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