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Umweltbildung

Große Ehre für Klimaretter-Kitas

September 2018

Für ihre eindrucksvolle frühkindliche Bildungsarbeit in Sachen Umweltschutz und Nachhaltigkeit wurden drei Kindergärten in Mölln, Ratzeburg und Wentorf/Hbg. als „Kita21“ ausgezeichnet.

Drei Kindergärten - der Waldkindergarten in Wentorf bei Hamburg sowie die Montessori-Kinderhäuser in Mölln und Ratzeburg – wurden für ihre Bildungsarbeit in Sachen Umweltschutz und Nachhaltigkeit als "Kita21" ausgezeichnet. Rüdiger Jung (l.), Fachbereichsleiter Jugend in der Kreisverwaltung, sowie Britta Buhck (r.), Vorstandsvorsitzende der Buhck-Stiftung, überreichten die Plaketten an Vertreterinnen der Einrichtungen in Ratzeburg.

Große Ehre und Freude für die Vertreterinnen dreier Kindertagesstätten im Kreis Herzogtum Lauenburg: Sie wurden für ihre vorbildliche Bildungsarbeit mit Krippen- und Elementarkindern als „Kita21“ ausgezeichnet. Diese Auszeichnung wird von der Umweltstiftung Save Our Future (S.O.F.) in Kooperation mit der Leuphana-Uni in Lüneburg, dem schleswig-holsteinischen Sozial- wie auch Energieministerium im Rahmen des Projektes „Kita21 – die Klimaretter“ verliehen.

Global denken, lokal handeln

Rüdiger Jung, Fachbereichsleiter Jugend, Familie, Schulen und Soziales beim Kreis, vertrat den verhinderten Landrat Dr. Christoph Mager und erklärte, wie wichtig es sei, schon den Jüngsten Grundlagen zu Fragen des Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit zu vermitteln. „Global denken, lokal handeln ist schon der Leitsatz der Agenda 21 der Vereinten Nationen. Es ist toll, dass Sie diese zukunftsbedeutsamen Themen in ihre Bildungsarbeit mit den kleinen Kindern einbeziehen.“

Je zwei Vertreterinnen der drei Kitas stellten darauf hin kurz ihre Einrichtung und die Schwerpunkte ihrer Arbeit vor, die gestern Nachmittag in der Ratzeburger Jugendherberge ausgezeichnet wurden. Es handelt sich übrigens um die ersten im Kreis Herzogtum Lauenburg. Von 2012 bis 2015 wurde das Modellprojekt „Kita21 – die Klimaretter“ im Kreis Pinneberg erstmals umgesetzt, 2016 folgten die Kreise Steinburg und Segeberg. Seit Mai 2017 macht eine Förderung durch die Buhck-Stiftung auch die Teilnahme von lauenburgischen Kitas möglich.

Hochbeet in Wentorf

Die Kinder des Waldkindergartens in Wentorf halten sich das ganze Jahr über in der Natur und im Freien auf. Hier haben 17 Elementarkinder gemeinsam mit ihren pädagogischen Betreuern ein Hochbeet gebaut, bepflanzt und bewirtschaftet. Dieses bietet nun einen dauerhaften Bildungsanlass, der den Kindern Einblicke in Themen wie Pflanzenwachstum, Saisonalität, Bodenbeschaffung oder Abfallvermeidung ermöglicht.

Huhn und Ei in Mölln

Auch im Montessori Kinderhaus in Mölln wurden die Kinder zu kleinen Bauern und Gärtnern. So beschäftigten sich die Kleinen intensiv mit dem Thema Huhn und Ei, lernten die gackernde Sprache, die flauschigen Küchen und die zerbrechlichen Eier kennen. Außerdem bewirtschafteten sie ihr Gewächshaus und unterschieden bei Sammelaktionen im Wald zwischen natürlichem Abfall (totes Laub, Äste, Zapfen) und (Plastik-)Müll.

Bienen summen in Ratzeburg

Das Team im Montessori Haus in Ratzeburg kümmerte sich in diesem Jahr um das Thema Bienen. Es gab Gesprächsrunden über Imkerutensilien und eine Honigverkostung, Sach- und Bilderbücher wurden studiert und Wissenswertes über die verschiedenen Bienenarten und was diese zum Leben brauchen besprochen. Konsequenterweise wurde auch der Kita-Garten an die Bedürfnisse der Bienen angepasst.

Einführung und Umsetzung der „Klimaretter“ im Kreis Herzogtum Lauenburg wird wie gesagt durch die Buhck-Stiftung gefördert. „Mit unserer Förderung wollen wir Denkanstöße für umweltbewusstes Handeln geben“, erklärte Britta Buhck, Vorstandsvorsitzende der Stiftung.

Gut angenommen

„Deshalb freuen wir uns auch darüber, dass die Unterstützungsangebote der S.O.F. hier angeboten und von den Kitas auch gut angenommen werden.“ Mit den „Kita21“-Fortbildungen und -Workshops habe man bereits 185 pädagogische Fachkräfte im Kreis erreicht. „Somit sind wir zuversichtlich, dass wir im nächsten Jahr viele weitere Kitas für ihr Engagement auszeichnen können.“

 

 

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  • Kontakt / Projektleitung

    Lübecker Nachrichten vom 8.9.2018

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