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Umweltbildung

Oldesloer Stadtschule schickt Kinder zum Lernen raus

März 2019

Die Mädchen und Jungen verbringen einen Schultag pro Woche draußen in der Natur. Das Konzept hat sich an anderen Schulen bewährt.

Bad Oldesloe. Die Oldesloer Stadtschule integriert die Natur in den Lehrplan und folgt damit dem Konzept „Draußenschule“, das auch in anderen Grundschulen im Kreis Stormarn erfolgreich umgesetzt wird. Ab der ersten Klasse gehen die Kinder an einen Tag in der Woche nach draußen. „Es kann nicht sein, dass Kinder heutzutage ihr Smartphone besser kennen, als ihre Umgebung“, sagt Sabine Prinz, Leiterin der Stadtschule. Es sei wichtig, draußen zu spielen, und etwas lernen würden die Kinder dabei immer.

Die Erstklässler besuchen den Kurpark

Die Stadtschule hat sich bei dem Konzept „Draußenschule“ von skandinavischen Ländern inspirieren lassen. Dort ist es üblich, dass sich die Schüler eingehend und praktisch mit ihrer Umwelt auseinandersetzen. Die ersten Klassen der Oldesloer Grundschule besuchen den nahegelegenen Kurpark, die zweiten den Wald „Kneeden“, die dritten den Abenteuerspielplatz „Erle“ und die vierten das Brenner Moor. „Erst waren die Kinder eher skeptisch und hatten keine große Lust, so weit zu Fuß zu gehen“, sagt Sabine Prinz. Es habe einige Zeit gedauert, bis die Schüler die vielen Dinge, die sich in der Natur abspielen, auch wahrgenommen hätten. Mittlerweile freuen sich die meisten Kinder auf den Draußentag, der am Anfang dieses Schuljahres eingeführt wurde. Demian (7) sagt: „Draußen spielen macht mir am meisten Spaß, aber auch die Aufgaben. Letztens haben wir zum Beispiel Vogelfutter selbst gemacht, das war toll.“

Vorreiter ist die Grundschule Alte Alster in Bargfeld-Stegen

Neu ist das Projekt „Draußenschule“ in Stormarn nicht. Vorreiter ist die Grundschule Alte Alster in Bargfeld-Stegen, die ihre Kinder seit 2008 regelmäßig in den Wald schickt. Unterstützt wird es von der Buhck-Stiftung. Ziel ist es, Kindern einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur zu vermitteln.

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  • Kontakt / Projektleitung

    Hamburger Abendblatt vom 25.3.2019

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