die Jobpaten

Ausbildungsplatz? Mit den Jobpaten packst Du's!
Die Jobpaten unterstützen Jugendliche bei der Berufsorientierung und Ausbildungsplatzsuche


Nach rund sieben erfolgreichen Jahren übergaben Bernd Döhring und Harald Walloschke im Septermber 2015 den Staffelstab der Projektleitung der Jobpaten an ihre Nachfolger Joachim Schlicht (links) und Jens-Peter Fuhrhop (rechts).

Joachim Schlicht, bereits seit 4 Jahren Jobpate in der Region, ist für diese Herausforderung bestens gewappnet, er war 28 Jahre lang Ausbildungsleiter bei der Hauni Maschinenbau AG in Bergedorf. „Schon während meiner Zeit als Ausbildungsleiter bei der HAUNI war die Arbeit mit den Jugendlichen für mich mehr Berufung als Beruf. Unsere Jugendlichen sind so begeisterungsfähig sobald man sie ernst nimmt und ihnen Verantwortung überträgt.“

„Richtig, unsere wichtigste Aufgabe ist sicherlich der Aufbau von Selbstbewusstsein bei den Jugendlichen“, stimmt Jens-Peter Fuhrhop zu. Fuhrhop ist der ehemalige Geschäftsführer des Abfallwirtschaftszentrums Wiershop der Buhck Gruppe und freut sich nach seinem aktiven Arbeitsleben nun auf die Arbeit mit den Jugendlichen. Und etwas Eigennutz ist auch dabei“, ergänzt er schmunzelnd „die Arbeit mit Jugendlichen hält mich selber auch jung.“

Jobpaten g
esucht

Aktuell stellen die Jobpaten ihr Projekt an Bergedorfer Stadtteilschulen vor und freuen sich über Verstärkung. Wer Freude hat Jugendliche auf dem Weg in die Ausbildung zu begleiten, melde sich gerne telefonisch bei der Buhck-Stiftung unter 040 72 00 00 72 oder per Mail jobpaten@buhck-stiftung.de. Gleiches gilt für Jugendliche, die sich über Unterstützung bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz freuen.

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Jobpatin wird für ihr ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet

Am 18. September wird unsere ehrenamtliche Jobpatin, Frau Erdmute Partecke, aus dem Projekt die Jobpaten mit dem „Hamburger Nachweis über bürgerschaftliches Engagement“ ausgezeichnet. Die Urkunde wird ihr feierlich im Rahmen des 7. Mentoringtagen im Körber Forum als Dank und Anerkennung für ihre persönlich erbrachten Leistungen übergeben.

Frau Erdmute Partecke (dritte von rechts)





Vermittlungserfolg 2014/2015


Im letzten Jahr konnten die derzeit aktiven 18 Jobpaten rund 25 Jugendlichen aus der Region beim Einstieg in das Berufsleben oder der Entscheidung zu einem weiteren Schulbesuch behilflich sein. Ein wirklicher toller Erfolg, den wir dieses Jahr gerne übertreffen möchten.

Tolle Ergebnisse 2013/2014

Auch aus dem Schuljahr 2013/14 gibt es wieder großartige Erfolge zu vermelden.
Es wurden insgesamt 42 Jugendliche von 20 Jobpaten betreut. Von 31 Jugendlichen wurden 28 (90%) vermittelt oder setzten ihre Schullaufbahn fort. Für diese Jugendlichen wurden erreicht: 18 x betriebliche Ausbildung, 4 x außerbetriebliche Ausbildung, 1 x Vermittlung eines Arbeitsplatzes, 1 Langzeitpraktikum, 4 x Fortsetzung der Schullaufbahn für einen höheren Abschluss.

Alte Hasen - "Sonst schmoren wir im eigenen Saft"
Interview mit Harald Walloschke, Bernd Döring und Bianca Buhck

(uk) Eine Säule der Buhck-Stiftung ist das Projekt „Jobpaten“. Was sich dahinter verbirgt, darüber spricht „Bergedorfer“ mit den zwei engagierten a. D.’lern, Harald Walloschke, 67, ehemals Industriekaufmann, und Bernd Döhring, 69, ehemals im Personalwesen tätig.

Was darf man sich unter den Jobpaten vorstellen?
Harald Walloschke: Die Jobpaten unterstützen Bergedorfer Jugendliche ganz konkret darin, einen Ausbildungsplatz zu bekommen.

Woher kommt die Initiative?
Bianca Buhck: Mein Schwiegervater hat das Projekt 2006 zusammen mit dem Internationalen Bund  gegründet zunächst mit Finanzierung vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Seit 2009 finanziert die Buhck-Stiftung das Projekt und es ist inzwischen fest in unsere Stiftung eingebunden. Der IB stellt nach wie vor seine Räume kostenlos zur Verfügung.

Wie sind Sie beide dazu gekommen?
Harald Walloschke: Wir haben das Projekt bereits 2006 für uns entdeckt, als es noch zum IB (Internationaler Bund, d. Red.) gehörte.
Bernd Döhring: Genau, Ruhestand ist gut und schön, aber wenn man sich danach nicht für etwas engagieren kann, das einen motiviert,…
Harald Walloschke: … schmort man irgendwie nur im eigenen Saft.

Wie viele Unterstützer hat das Projekt?
Bernd Döhring: Als die Buhck-Stiftung die Finanzierung damals übernommen hat, waren wir zu fünft, inzwischen sind wir 17 Jobpaten, die Jugendliche betreuen. Wir treffen uns nach wie vor in den Räumen des IB am Weidenbaumsweg auf neutralem Boden.

Wie gehen Sie dabei vor?
Harald Walloschke: Anfang der neunten Klasse, wenn es bei einigen Schülern auf den Hauptschulabschluss zugeht, stellen wir uns an Bergedorfer Stadtteilschulen vor, gehen in die Klassen und auf Elternabende, damit die Eltern uns auch kennen lernen.
Bernd Döhring: Die Zeit muss schon sein, denn wir brauchen 2-12 Monate Vorlauf, um die Jugendlichen in eine betriebliche Ausbildung zu bringen.

Ist das Projekt eigentlich nur für Jugendliche mit Migrationshintergrund gedacht?
Harald Walloschke: Das Projekt ist offen für sämtliche Schüler hier in Bergedorf und Umgebung, die Bedarf haben, einen Ausbildungsplatz zu finden und unsere Hilfe in Anspruch nehmen möchten. Schüler mit migrantischem Hintergrund, speziell Flüchtlinge, die hier nicht geboren wurden, haben oft mehr Probleme, einen Ausbildungsplatz zu bekommen, sie haben kein so gutes Beziehungsgeflecht, es fehlen die Kontakte zur Arbeitswelt z. B. über die Verwandtschaft.

Sie meinen so etwas wie „Warum gehst du nicht zu Onkel Werner in die Werkstatt…“?*
Harald Walloschke: Zum Beispiel.

Aber nicht jeder hat einen Onkel Werner…
Harald Walloschke: Nein, aber oft kennen die Eltern von deutschen bzw. in Deutschland geborenen Schülern jemanden, der jemanden kennt, oder sie geben Tipps, unterstützen bei der Ausbildungsplatzsuche, das reicht oft schon aus.

Wie hoch sind denn Ihre Erfolgschancen, wenn man als Jugendlicher zu Ihnen geht?
Bernd Döhring: Wir haben eine Vermittlungsquote von 93%. Wir haben einen Pool von Arbeitgebern aufgebaut, bei denen wir regelmäßig anfragen. Und wir arbeiten eng mit der Agentur für Arbeit zusammen. Einige Lehrbetriebe haben uns versichert, sie würden auch weiterhin Jugendliche, die sie von uns vermittelt bekommen haben, nehmen. Das ist ein Zeichen dafür, dass die Jugendlichen, mit denen wir arbeiten, ihre Sache wirklich gut machen.

Wie läuft die Zusammenarbeit zwischen Ihnen und den Jugendlichen ab?
Harald Walloschke: Es gibt ein Erstgespräch, in dem wir unter anderem Berufswünsche erfragen. Dann gibt es eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit, in der wir gemeinsam mit den Schülern die Aufgaben festlegen.

Kam es denn schon mal vor, dass Sie die Zusammenarbeit mit einem Jugendlichen einstellen mussten?
Bernd Döhring: Ja, leider, wenn sämtliche Terminabsprachen platzen, ist keine Zusammenarbeit mehr möglich.

Und wobei genau helfen Sie den Jugendlichen?
Harald Walloschke: Wir unterstützen sie in ihrer Berufswahl, helfen ihnen dabei Bewerbungen zu schreiben, vermitteln in Ausbildungsbetriebe, üben Einstellungsgespräche, …dazu gehören übrigens auch Körpersprache und Händedruck, oder die richtigen Antworten auf Fragen nach Stärken und Schwächen, das wollen die Betriebe oft auch im Bewerbungsgespräch wissen.
Bernd Döhring: …und da sollte man bei Schwächen nicht zuviel aufzählen.

Aber die Jugendlichen sollen doch ehrlich bleiben, oder?
Bernd Döhring: Unbedingt. Wir sagen ihnen, sie sollen authentisch bleiben, durch ihre Person selbst wirken. Was die Stärken und Schwächen angeht, so kann man die Dinge immer von zwei Seiten betrachten, eine Schwäche kann man auch als Stärke betrachten: Ungeduld ist gleichzeitig auch Tatendrang, Langsamkeit bedeutet oft Gründlichkeit und so weiter.

Ist das Angebot für die Jugendlichen umsonst?
Bianca Buhck: Auf jeden Fall.

Was sind die Voraussetzungen, um Jobpate zu werden?
Ein potentieller Jobpate sollte gerne mit Jugendlichen arbeiten und allgemein auf Menschen zugehen können. Er oder Sie sollten darüber hinaus ein offenes Wesen haben, um  die eigenen Lebens- und Berufserfahrung an die Jugendlichen weitergeben zu können.


Oktober 2013 - 92% Vermittlungsquote für jugendliche Ausbildungssuchende

Die zunehmende Bekanntheit des Projekts die Jobpaten und der Erfolg in den letzten Jahren haben dazu geführt, dass sowohl die Anzahl der Jobpaten als auch der zu betreuenden Jugendlichen noch einmal angestiegen ist. Von 38 Jugendlichen konnten 35 vermittelt werden. Ein Großteil der Jugendlichen ging in die betriebliche Ausbildung, einige entschieden sich nach intensiver Beratung aber auch für eine Fortsetzung der Schullaufbahn oder eine Ausbildungsvorbereitung.

September 2012 - die Jobpaten mit TOP-Ergebnisquote

90% aller Jugendlichen, die im letzten Schuljahr einen Jobpaten an die Seite gestellt hatten, haben einen Ausbildungsplatz bekommen. Einige haben sich auch entscheiden noch eine weiterführende Schule zu besuchen oder auch ein Freiwilliges Soziales Jahr zu absolvieren. „Es ist immer schön zu sehen, wie glücklich ein Jugendlicher ist, wenn er endlich nach vielen Bewerbungen einen Treffer gelandet hat“, berichtet Bernd Döhring, einer der Leiter des Projekts die Jobpaten . Und Harald Walloschke, ebenfalls Projektleiter ergänzt: „auch wenn es manchmal richtig Mühe kostet; die Jugend ist unsere Zukunft, da packen wie gern mit an!“ Rund 20 Jobpaten sind bei dem Projekt beschäftigt, die herausfinden welcher Beruf am besten zu dem Judenglichen passt.

Erstklassige Vermittlungsergebniss für das Ausbildungsjahr 2011

Die Jobpaten haben im zurückliegenden Schuljahr mal wieder großes Engagement bewiesen. So konnten von 22 Jugendlichen 18  (82%) in eine Ausbildung bzw. weiterführende Schule vermittelt werden.

Patenschaften helfen Jugendlichen bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz  


Gerade ausländische Schulabgänger haben es oft schwer,einen Ausbildungsplatz zu finden. Das liegt nur zum Teil an fehlenden Sprachkenntnissen, ebenso wichtig wie die Sprache sind soziale und emotionale Kompetenzen, Kenntnisse über Berufe und Netzwerke sowie Kontakte zu Firmen.

Im Jahr 2006 gab es in Bergedorf 800 arbeitslose Jugendliche. Um hier entgegenzuwirken, richtete unser Stifter Carsten Buhck gemeinsam mit dem Internationalen Bund (IB) unter Mitwirkung diverser Beschäftigungsträger einen Arbeitskreis ein mit dem Ziel, hier Abhilfe zu schaffen. Aus diesem Kreis entstand die Idee eines Patenschaftsprogramms.

Zusammen mit dem Internationalen Bund in HH-Bergedorf entwickelte Carsten Buhck im Jahr 2006 das Konzept für das Projekt: "Ehrenamt für Ausbildung - die Jobpaten". Ein ehrenamtlicher Jobpate betreut in der Regel 1:1 einen Jugendlichen auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz, indem er seine persönlichen Erfahrungen weitergibt, Kontakte vermittelt und als Motivator wirkt. Begleitend werden von den Jobpaten Bewerbungstrainings sowie Hilfestellungen bei der Berufsorientierung organisiert.

30 ehrenamtliche Bergedorfer übernahmen seitdem mit hohem Engagement für jeweils ein Jahr eine Patenschaft für bislang 32 Jugendliche und unterstützten diese als Ratgeber und Türöffner bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Von 22 Jugendlichen, die 2006 und 2007 in das Projekt einstiegen, konnten 82 % vermittelt werden; 64 % begannen eine Ausbildung im dualen System, 18% entwickelten andere berufliche Perspektiven, wie der Besuch von weiterführenden Schulen und zusätzlichen Qualifizierungen.

Doch der Erfolg des Projekts resultiert nicht nur aus den Vermittlungserfolgen. Hier kommen zwei Bevölkerungsgruppen miteinander in Kontakt, die sonst selten miteinander in Berührung kommen. Man redet miteinander, lernt zum Teil das Zuhause des anderen kennen und unternimmt auch mal gemeinsam etwas in der Freizeit. Dies alles erhöht das gegenseitige Verständnis und die Akzeptanz füreinander, was über die Integration der Jugendlichen noch hinausgeht.

Von  2006 bis 2009 fungierte der IB als Träger des Projekts, auch jetzt noch stellt der IB die Räumlichkeiten und der Jugendmigrationsdienst schlägt Jugendliche für das Projekt vor. Gefördert wurde es bis 2009 vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Seit 2009 wird das Projekt für die nächsten zwei Jahre von der Buhck-Stifung gefördert. Es konnten  mit den Bergedorfern  Bernd Döhring und Harald Walloschke vom IB, zwei außerordentlich erfahrene und kompetente Persönlichkeiten gewonnen werden, die das Projekt ehrenamtlich weiter koordinieren und vorantreiben. So gibt es derzeit 15 Jobpaten, die insgesamt 20 Jugendliche betreuen.

Zur Würdigung des ehrenamtlichen Engagements wird jährlich den Ehrenamtlichen der "Hamburger Nachweis über ehrenamtliches Engagement" überreicht. Es handelt sich um ein offizielles Dokument der Freien und Hansestadt Hamburg.






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